Warum du es nicht schaffst zu sparen, obwohl du gut verdienst

Sicher kennst du das. Dein Gehalt kommt regelmäßig, pünktlich am Dreißigsten auf dein Konto, vielleicht auch schon ein bisschen früher. Die Fixkosten werden abgebucht. Du gehst einen Monat lang einkaufen, bezahlst Rechnungen, ganz normales Leben. Und am Ende des Monats fragst du dich: Wie zur Hölle soll ich, wenn alles Geld automatisch weg ist jeden Monat, wenn mein Konto wirklich auf null ist oder sogar noch drunter, wie zur Hölle soll ich da bitte was zur Seite legen? Wie zur Hölle soll ich sparen?

Das Wichtigste auf einen Blick


Ein gutes Gehalt sagt nichts darüber aus, ob du sparen kannst. Viele Frauen verdienen gut und stehen trotzdem jeden Monat bei null, weil ihnen der Überblick fehlt, nicht die Disziplin. Der Grund liegt im Nervensystem: sobald Geld sich nach Gefahr anfühlt, reagiert dein Körper mit Fight, Flight oder Freeze, also mit Kontrollzwang, Sparwut oder totaler Vermeidung. Diese Reaktion ist erlernt, und erlerntes Verhalten lässt sich mit Methoden wie EFT wieder verlernen. Struktur wie die Umschlagmethode hilft, aber erst zusammen mit einem Nervensystem, das gelernt hat, dass der Blick aufs Konto sicher ist, entsteht wirklich Ruhe.

Ganz ehrlich, diesen Gedankengang kann ich so gut verstehen, weil es mir über Jahrzehnte genauso ging. Vielleicht in meinen jungen Zwanzigerjahren noch nicht so sehr, aber je älter ich wurde, desto wichtiger wurde diese Frage. Intellektuell habe ich es einfach nicht verstanden, wie das technisch funktionieren soll. Am Monatsende ist alles weg. Das Gefühl ist da, ich habe kein Geld. Und von dem kein Geld soll ich dann auch noch was sparen? Hä? Ich hab’s einfach nicht verstanden.

Aber zurück zu mir erst mal als Orientierung, wer bin ich denn überhaupt? Ich bin die Angela. Mittlerweile 57 Jahre alt, über zehn Jahre alleinerziehende Mama gewesen, mein ganzes Leben lang eigentlich, außer als mein Sohn ganz klein war, Vollzeit gearbeitet und dabei auch halbwegs gut verdient, im Laufe der Jahre natürlich immer besser. Ich hatte einen ganz okayen Lebensstil, aber ich habe nie wirklich verstanden, warum ich mit meinem Geld nicht hinkomme.

Geändert hat sich das erst, als ich notgedrungen in meiner alleinerziehenden Phase mit der Umschlagmethode gestartet bin und mich allmählich in das Thema eingefunden habe. Richtig gelöst, sofern man überhaupt von gelöst sprechen kann, hat sich das für mich erst, als ich die Umschlagmethode mit meinem Lieblingstool, dem EFT, gekoppelt habe und verstanden habe, welche Programme da im Hintergrund eigentlich ablaufen. Fernab von dem ganzen Glaubenssatz-Gedöns, mit dem ich mich nie so richtig identifizieren konnte, weil der Gedanke da war: nee, hab ich alles nicht.

Wenn du dich in dieser Geschichte wiederfindest, dann ist dieser Blogbeitrag für dich. Ich würde mich freuen, wenn du mir im Anschluss in die Kommentare schreibst, wie’s dir damit geht.

Warum ein gutes Gehalt nichts über deine Fähigkeit zu sparen aussagt

Ich habe mich damals gefragt: okay, liebe Angela, dein Gehalt ist jeden Monat schon weg, auch ohne, dass du Miete zahlst. Wie bitte soll das funktionieren? Klar, Unterhalt, okay. Aber wie sollen da irgendwie noch acht oder neunhundert Euro Miete abgehen, geschweige denn Strom, Internet, you name it? Ich hab’s irgendwie nicht verstanden.

2012 wurde das dann tatsächlich zur Realität. Ich musste Miete zahlen, ich musste meinen Strom bezahlen, und ich musste irgendwie mit dem Geld, das mir zur Verfügung stand, über die Runden kommen. Du kannst mir glauben, es gab genug Struggles, bei denen es echt hart am Wind war. Ich habe mein Leben nämlich einfach so weitergelebt, mein Ausgabeverhalten, wie ich das in den 40 Jahren zuvor auch gemacht habe. Ich habe eingekauft, es kamen Rechnungen rein, und dann musste ich sehen, wie ich diese Rechnungen über die nächsten Monate jongliere, sodass sich keiner auf die Füße getreten fühlt. Und immer war das Gefühl da: verdammt noch eins, ich verdiene einfach zu wenig für das, was ich einkaufe. Von Sparen war ich Lichtjahre entfernt.

Kauf auf Rechnung, Ratenzahlungen, das war letztendlich meine Go-to-Lösung. Wenn du Kinder hast, auch wenn sie jetzt vielleicht schon groß sind, dann weißt du: die brauchen Schuhe, und zwar nicht nur ein Paar. Just in dem Monat, wo sowieso alles spitz auf Knopf steht. Was bleibt da also außer Ratenkauf beim Otto oder sowas in der Art? Technisch wusste ich einfach nicht, wie ich das machen soll. Rechte Tasche, linke Tasche, das war es. Was reinkam, ging auch wieder raus.

Geändert hat sich das, als ich mit der Umschlagmethode angefangen habe. Ich habe mir mein Geld eingeteilt, und das war am Anfang wirklich beängstigend. Von vornherein zu sagen, ich habe einen Betrag, den lege ich zur Seite, das war erst mal nur ein Betrag, um die jährlichen Rechnungen abzudecken. Da ist mir schon der Arsch auf Grundeis gegangen. Aber im Laufe dieses Prozesses ist mir klar geworden: die Höhe meines Einkommens sagt nichts darüber aus, wie viel ich imstande bin zu sparen. Und zu meiner Sicherheit mit Geld trägt die Höhe meines Einkommens auch nicht bei.

Wohin dein Geld wirklich verschwindet

Was mir noch mal ein bisschen Überblick gebracht hat, war zu verstehen, wohin mein Geld jeden Monat geht. Verschwindet, muss man schon fast sagen. Und nein, der eine Kaffee to go in der Woche war es tatsächlich nicht, oder mal das bestellte Mittagessen im Büro. Das versickerte einfach in ganz anderen Kanälen.

Aus diesem Wissen heraus kann ich mittlerweile absolut nachvollziehen, warum du dich nicht sicher fühlst, auch wenn dein Gehalt richtig, richtig gut ist. Der Grund ist nämlich nicht die Zahl auf deiner Gehaltsabrechnung oder das, was auf deinem Konto landet. Es ist ein Trugschluss, dass mehr Gehalt das Geldproblem löst. Ja, Geld löst Probleme, definitiv. Aber wenn du dich mit einem kleinen oder mittleren Gehalt nicht sicher fühlst und nicht lernst, damit umzugehen, dann fühlst du dich mit einer Null mehr an diesem Betrag genauso unsicher. Nicht auf deinem Gehaltsstreifen und nicht auf deinem Konto entsteht diese Sicherheit, sondern in dir.

Was mir geholfen hat, einen Überblick zu bekommen, war tatsächlich schon mal eine Aufstellung über die wiederkehrenden Geldflüsse, abseits von Miete, Strom und Telefon, das ist ja noch offenkundig. Sondern die Dinge, die nur ab und zu kommen, aber trotzdem regelmäßig sind, oder wo sich die Beträge geringfügig verändern. Die quartalsweise Abbuchung für die Kontogebühren zum Beispiel, oder Zinsen für die Überziehung vom Kredit, die kommen jedes Quartal in ähnlicher Höhe. Und das ist trotzdem Geld, das weg ist und am Ende fehlt. Allein zu wissen, was kommt und wann, war schon ein Gamechanger.

Der Grund liegt nicht in deinem Kontostand, sondern in deinem Nervensystem

Gerade zum Monatsende, wenn das Konto schon echt ausgereizt war, war das für mich quasi überlebenswichtig: in der Umgebung genau zu wissen, bei welchem Supermarkt ich mit Unterschrift zahlen konnte, damals ging das noch, und wo ich meine PIN eingeben musste, wo also eine Kontoabfrage kam. Kann ich jetzt noch einkaufen gehen? Wenn ja, wie viel? Ist die Packung Kekse jetzt noch drin, oder sprengt die den Rahmen?

Richtig klar wurde mir erst mit der Umschlagmethode, wie viel Struktur mir tatsächlich fehlt. Am Monatsanfang schon zu wissen, was auf meinem Konto los sein wird, was runtergeht, was drauf bleibt, wie viel ich für was ausgeben kann, das hat so viel Ruhe reingebracht, dass ich das kaum mit Worten beschreiben kann. Entspannung Deluxe sozusagen.

Ich hatte vorher schon versucht hinzuschauen, ich habe ein Haushaltsbuch über Excel geführt. Ich habe aber nie verstanden, warum das Excel-Sheet andere Zahlen zeigt als mein Kontoauszug. Bis heute habe ich das nicht verstanden, und es spielt auch keine Rolle mehr. Überfordert war ich einerseits, andererseits hat es sich immer nach Kontrollverlust angefühlt, aufs Konto zu schauen.

Was passiert da eigentlich in deinem Nervensystem, das deine unbewussten Handlungen steuert? Im Prinzip steckst du in einer Fight-or-Flight-Reaktion fest, einer Kampf-oder-Flucht-Schleife. Dein Nervensystem hat über die Zeit gelernt, dass sich Sparen unsicher oder sogar gefährlich anfühlt. Und entsprechend reagiert es, sobald du dich damit auseinandersetzt.

Es gibt noch eine dritte Reaktion, Freeze, die Schockstarre. Da bist du dann handlungsunfähig.

Flight, die Flucht, kann wilde Aktionen bedeuten, Sparwut, bei der du dir alles verkneifst, was irgendwie Spaß macht. Das wäre die Überreaktion. Flucht kann aber auch heißen, dass du dein gespartes Geld sofort wieder ausgibst, weil sich das Behalten so unsicher und beängstigend anfühlt.

Fight, der Kampf, zeigt sich zum Beispiel darin, dass du um jeden Cent feilschst, krampfhaft nach dem allerbesten Preis suchst, für zwei Cent Unterschied drei Kilometer weiter fährst und dabei ausblendest, dass die Fahrtkosten den Vorteil längst aufgefressen haben. Immer nur das billigste kaufen, aus dem Zwang heraus, die Kohle zusammenhalten zu müssen. Versteh mich nicht falsch, es gibt Situationen, in denen das wirklich nötig ist, wenn das Gehalt niedrig ist oder du in einer Schuldensituation steckst. Aber davon sprechen wir hier nicht. Wir sprechen von der Reaktion, die eigentlich nicht zu deinem Geldeingang passt.

Freeze ist die Situation, in der du komplett vermeidest, aufs Konto zu gucken, keine Briefe mehr öffnest, alles ignorierst, was mit Finanzen zu tun hat, dich damit gar nicht mehr auseinandersetzt. Kopf in den Sand, totale Überforderung. Dein Nervensystem macht dann komplett dicht und weiß nicht mehr, wie es dich da rausmanövrieren soll.

Alle drei Reaktionen haben eins gemeinsam: sie sind irgendwann in deinem Leben erlernt worden. Dein Nervensystem hat gelernt, der Blick aufs Bankkonto bedeutet Gefahr, und merkt sich das, weil es darauf trainiert ist, Gefahr weit im Voraus zu erkennen. Mehr steckt da erst mal nicht dahinter.
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Das ist erlerntes Verhalten, und erlerntes Verhalten kannst du mit EFT und anderen nervensystemregulierenden Methoden wieder verlernen. Indem du deinem Nervensystem vermittelst: es ist sicher. Du darfst lernen, dass der Blick aufs Konto dich nicht umbringt. Da lauert kein Säbelzahntiger in der Höhlenecke, der gleich zuspringt. Es ist tatsächlich sicher, und genau das darf dein Nervensystem lernen.

Was zusätzlich in deinem Körper passiert: dein Adrenalin und Cortisol steigen sprunghaft an. Auch hier kann EFT dir helfen. Denn Studien (zur Studie https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22986277/) zeigen, dass ich das Cortisol durch eine Session EFT um rund24,4% reduziert.

Das erklärt auch, warum mir die Umschlagmethode am Anfang allein nicht gereicht hat. Struktur zu haben war wichtig, aber solange mein Nervensystem den Blick aufs Geld noch als Gefahr eingestuft hat, half mir die beste Struktur nur bedingt. Erst als beides zusammenkam, Struktur von außen und Sicherheit von innen, wurde daraus wirklich Ruhe.

Wenn du das gerade sehr fühlst, dann probier die kleine Übung hier aus.

Eine kleine Übung für zwischendurch

Denk kurz an deinen Kontostand, so wie er gerade ist. Wie hoch ist dein Stress dabei, auf einer Skala von 0 bis 10? Merk dir die Zahl.

Klopfe sanft mit den Fingern auf die Stelle ein paar Zentimeter unterhalb des Schlüsselbeins, dort, wo du sonst eine Hand auf die Brust legen würdest. Sprich dabei dreimal: „Auch wenn ich das Gefühl habe, keinen Überblick über mein Geld zu haben, bin ich okay so wie ich bin.“ Klopfe weiter auf derselben Stelle und sag, was gerade wahr ist. Zum Beispiel: „Ich weiß nie genau, wie viel noch da ist.“ Oder: „Es fühlt sich an, als würde das Geld einfach verschwinden.“ Wiederhole das, eine Runde reicht manchmal, manchmal auch drei.

Check danach noch mal deinen Stress auf derselben Skala. Vielleicht von einer 7 auf eine 5. Vielleicht hat sich wenig verändert. Beides zählt. Es geht hier nicht darum, deine Finanzen zu sortieren, sondern darum, dass dein Nervensystem eine neue Erfahrung macht: ich kann an mein Geld denken, ohne dass sofort alles eng wird.

Fazit

Als Quintessenz möchte ich dir mitgeben: ich bin mir zu tausend Prozent sicher, dass du alles andere als schlecht mit Geld bist. Du kannst nicht schlecht mit Geld sein. Ein Überblick fehlt dir vielleicht. Vielleicht fehlt dir das Verständnis dafür, was innerlich in dir abläuft, dass du dein komplettes Geld jeden Monat rausballerst und das Gefühl hast, nicht sparen zu können, oder dass du, wenn du gespart hast, die Kohle gleich wieder ausgeben musst.

Du bist nicht schlecht mit Geld. Du bist auf dem Weg zu lernen, wie du besser damit umgehen kannst. Und auf diesem Weg passieren einfach Fehler, das ist ganz normal. Wenn dir das im Vorfeld niemand gezeigt hat, wie das wirklich funktioniert mit dem Geld und wie du dich sicher damit fühlen kannst, woher sollst du’s wissen?

Das hier ist keine abstrakte Geschichte. Das ist mein reales Leben über viele Jahre gewesen. Und ich bin mir ganz sicher, dass du deinen Weg findest. Um dir diesen Weg ein kleines bisschen einfacher zu machen, habe ich dir den Calm Money Reset zusammengestellt. Fünf Audios mit EFT-Übungen, dazu bekommst du auch die Transkripte, sodass du nicht immer das Audio hören musst und dir das auch auf deine persönliche Situation anpassen kannst.

Und wenn du Fragen hast, melde dich jederzeit bei mir.

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