„Kannst du wirklich mit Bargeld besser sparen?“ Diese Frage höre ich ständig. Und meine ehrliche Antwort nach sechs Jahren Umschlagmethode: Ja. Absolut. Für mich hat sich alles verändert, seit ich 2019 mit dieser Methode angefangen habe.
Ich spare heute durchschnittlich 200 Euro im Monat, ohne mich eingeschränkt zu fühlen. Aber das ist nicht alles: Mein Girokonto hat sich durch die Umschlagmethode rasant erholt. Weil es keine unkontrollierten Abbuchungen mehr gibt. Weil ich mit Bargeld zahle und mein Konto in Ruhe lasse.
In diesem Artikel zeige ich dir ehrlich, wie die Umschlagmethode zum Sparen funktioniert, welche Fehler ich am Anfang gemacht habe und wie du heute starten kannst, auch mit kleinem Budget.
Was ist die Umschlagmethode zum Sparen?
Die Umschlagmethode (auch Envelope System genannt) ist ein Bargeld-Budgetsystem. Das Grundprinzip: Du hebst am Monatsanfang Geld ab und verteilst es auf verschiedene Umschläge für Alltag UND für Rücklagen.
Der Unterschied zu normalem Budgetieren: Bei der Umschlagmethode ist Sparen nicht das, was am Ende übrig bleibt. Sondern das, was du am Anfang zur Seite legst.
Ich arbeite seit 2019 mit diesem System. Damals war ich als alleinerziehende Mum finanziell auf mich allein gestellt. Ich hatte Schulden, Chaos im Kopf und das Gefühl, mein Geld rinnt mir einfach durch die Finger. Die klassischen Haushaltsbuch-Apps haben nicht funktioniert. Ich habe die Ausgaben eingetragen, aber gespürt habe ich das Geld nie wirklich.
Die Umschlagmethode zum Sparen war der Wendepunkt. Weil ich das Geld endlich anfassen konnte. Weil ich sah, wie viel noch da war. Und weil ich lernte, ZUERST für mich zu sparen, bevor ich alles andere verteilte.
Das Wichtigste auf einen Blick
Die Umschlagmethode ist ein Bargeld-System zum Sparen: Du teilst dein Geld am Monatsanfang in verschiedene Umschläge für Alltag (Lebensmittel, Drogerie etc.) und Rücklagen (Versicherungen, Auto, Notgroschen). Das Wichtigste beim Sparen mit der Umschlagmethode: Rücklagen ZUERST füllen, bevor du den Rest verteilst. Nach 6 Jahren Erfahrung kann ich sagen: Mit dieser Methode spare ich konstant 200€ monatlich – weil das Geld sichtbar, anfassbar und vom Girokonto getrennt ist.
Warum die Umschlagmethode beim Sparen so gut funktioniert
Es gibt drei psychologische Gründe, warum mit der Umschlagmethode sparen besser funktioniert als mit digitalen Apps:
1. Bargeld macht Ausgaben real
Wenn du mit Karte zahlst, spürst du den Schmerz des Ausgebens kaum. Es ist abstrakt. Eine Zahl auf dem Display. Aber wenn du einen 50-Euro-Schein aus deinem Umschlag nimmst, fühlst du das. Dein Gehirn registriert: „Ich gebe jetzt Geld aus.“
Studien zeigen: Menschen geben 12 bis 18 Prozent weniger aus, wenn sie mit Bargeld statt mit Karte bezahlen. Das ist kein Verzicht, das ist bewusstes Ausgeben.
2. Sichtbarkeit schafft Kontrolle
Mit der Umschlagmethode siehst du dein Budget physisch vor dir. Wenn dein Lebensmittel-Umschlag am 20. fast leer ist, weißt du sofort: Die nächsten 10 Tage werden sparsamer. Du musst nicht erst die Banking-App öffnen und nachrechnen. Oder stehst an der Supermarktkasse und deine Karte wird abgelehnt. Glaub mir, das ist ist die freieste Situation ever.
Diese Sichtbarkeit hat mir unglaublich geholfen. Früher hatte ich diffuse Geldsorgen. Heute weiß ich genau, wo ich stehe – jeden Tag.
3. Trennung vom Girokonto schützt deine Rücklagen
Das ist für mich der größte Vorteil der Umschlagmethode zum Sparen: Mein Bargeld zu Hause ist komplett unabhängig davon, was auf dem Girokonto passiert.
Konto gehackt? Lastschrift unerwartet abgebucht? Versehentlich überzogen? Meine Rücklagen in den Umschlägen bleiben davon unberührt. Das gibt mir eine Sicherheit, die ich mit rein digitalem Sparen nie hatte.
Meine Umschlagmethode: So spare ich konkret 200€ im Monat
Lass mich dir zeigen, wie ich die Umschlagmethode zum Sparen konkret umsetze. Nach sechs Jahren habe ich ein System entwickelt, das für mich perfekt funktioniert.
Meine 13 Umschläge im Überblick
Ich arbeite mit 4 Alltags-Umschlägen und 9 Rücklagen-Umschlägen.
Alltag (laufende Ausgaben):
- Lebensmittel
- Drogerie
- Benzin
- Sonstiges/Freizeit
Rücklagen (Sparen für größere Posten):
5. Versicherungen
6. Auto/TÜV
7. KFZ-Steuer
8. WISO-Steuer
9. Office-Abos
10. GEZ
11. Jahresabos
12. Notgroschen 13. Puffer
Die Beträge in den Rücklagen variieren je nachdem, was ansteht. Insgesamt packe ich monatlich maximal 195 Euro in alle Rücklagen-Umschläge zusammen. Das sind meine 200 Euro Sparsumme (mit etwas Puffer).
Wo ich meine Umschläge aufbewahre
Ich nutze einen A5-Budget-Binder (Ringbuch, das ich bei Budget-it und Amazon gekauft habe). Darin stecken alle Umschläge übersichtlich sortiert. Der Binder liegt zu Hause in meiner Schublade.
Einen Teil meiner Rücklagen (das, was den „Wohlfühlbetrag“ übersteigt) lagere ich zusätzlich auf einem Tagesgeldkonto, das nicht so leicht zugänglich ist. So habe ich eine doppelte Absicherung.
Priorität beim Sparen: Rücklagen zuerst!
Das ist der wichtigste Punkt, wenn du mit der Umschlagmethode sparen willst: Fülle deine Rücklagen-Umschläge ZUERST.
Viele machen den Fehler, erst die Alltags-Umschläge zu füllen und dann zu hoffen, dass am Ende noch was für Rücklagen übrig bleibt. Das funktioniert nicht. Das Geld ist immer weg.
Meine Reihenfolge am Monatsanfang:
- Fixkosten kalkulieren (Miete, Strom, Versicherungen – alles was vom Konto abgeht)
- ALLE Rücklagen abziehen (Notgroschen zuerst, dann Jahresausgaben, dann Auto/Steuer)
- Jetzt weiß ich, was übrig bleibt für die variablen Kosten
- Erst dann: Alltags-Umschläge planen (Lebensmittel, Drogerie, Benzin, Freizeit)
- Was dann noch übrig ist: Puffer-Umschlag
So stelle ich sicher, dass die Rücklagen nicht „theoretisch geplant“, sondern wirklich zur Seite gelegt sind, bevor ich auch nur einen Euro für den Alltag verteile.
Schritt-für-Schritt: So startest du mit der Umschlagmethode zum Sparen
Du willst die Umschlagmethode ausprobieren? Hier ist meine Anleitung basierend auf sechs Jahren Erfahrung:
Schritt 1: Analysiere einen Monat lang deine Ausgaben
Bevor du mit der Umschlagmethode zum Sparen startest, musst du wissen, wohin dein Geld aktuell fließt.
Schau dir deine letzten Kontoauszüge an:
– Wie viel gibst du für Lebensmittel aus?
– Wie viel für Drogerie, Benzin, Freizeit?
– Welche größeren Ausgaben kommen im Jahr auf dich zu? (Versicherungen, GEZ, TÜV, Steuer, Abos)
Rechne die Jahresausgaben auf Monate herunter. Beispiel: KFZ-Versicherung 600 Euro im Jahr = 50 Euro pro
Monat ansparen.
Schritt 2: Entscheide, wie viel du sparen willst
Sei realistisch. Du musst nicht mit 200 Euro starten wie ich. Fang klein an.
Meine Empfehlung:
* Absolutes Minimum: 20-30€ für Notgroschen
* Realistisch für die meisten: 50 bis 100 Euro für Rücklagen
* Wenn möglich: 10 bis 15 Prozent vom Netto-Einkommen
Wichtig: Es gibt keine feste Regel. Die Höhe hängt von deinen individuellen Gegebenheiten ab. Lieber 30 Euro
konstant sparen als 200 Euro planen und nach zwei Monaten aufgeben.
Falls dir das schwerfällt, dann ist vielleicht mein kostenlosser EMail-Kurs „Von 0 auf Notgroschen“ etwas für dich: Von 0 auf Notgroschen – Der 5-Tage-Plan
Schritt 3: Lege deine Umschlag-Kategorien fest
Starte NICHT mit 20 Umschlägen! Das war mein größter Fehler am Anfang. Zu viele Kategorien
überfordern.
Mein Rat für den Anfang:
* Alltag (3 bis 4 Umschläge):
– Lebensmittel
– Drogerie/Haushaltsartikel
– Freizeit/Sonstiges
– Optional: Benzin/Transport (wenn relevant)
Rücklagen (3 bis 5 Umschläge maximal):
+ Notgroschen (Priorität 1!)
+ Jahresausgaben (Versicherungen, GEZ etc.)
+ Auto (TÜV, Reparaturen)
+ Optional: Urlaub, Weihnachten
Du kannst später immer noch mehr Umschläge hinzufügen. Aber am Anfang gilt: Weniger ist mehr.
Schritt 4: Besorge dir Umschläge oder einen Binder
Du brauchst keine fancy Produkte! Einfache Briefumschläge aus dem Schreibwarenladen reichen völlig.
Meine Optionen:
– Günstig: Normale DIN-lang-Briefumschläge, beschriftet mit Edding oder bei Tedi/Action
– Mittel: Budget-Umschläge von Etsy oder Amazon (ca. 10 bis 15 Euro)
– Organisiert: A5-Budget-Binder mit Einsteckhüllen (20 bis 40 Euro)
Ich nutze einen Binder, weil ich es übersichtlicher finde. Aber ich habe die ersten Monate mit normalen
Briefumschlägen gearbeitet – hat genauso gut funktioniert.
Wichtig: Jage nicht den fancy Produkten hinterher, bevor du weißt, ob das System für dich funktioniert. Das ist
ein klassischer Anfängerfehler.
Schritt 5: Fülle deine Umschläge am Monatsanfang
Am 1. des Monats (oder wenn dein Gehalt kommt):
1. Hebe den geplanten Betrag am Geldautomaten ab
2. Sortiere das Bargeld nach Scheinen und Münzen
3. Fülle ZUERST die Rücklagen-Umschläge
4. DANN die Alltags-Umschläge
5. Beschrifte jeden Umschlag mit Datum und Betrag
Profi-Tipp: Ich nutze kleinere Scheine (10er und 20er), weil ich dann flexibler bin beim Ausgeben.
Schritt 6: Zahle im Alltag nur mit Bargeld aus den Umschlägen
Jetzt kommt die Disziplin: Wenn du einkaufen gehst, nimmst du nur den jeweiligen Umschlag mit.
Lebensmittel kaufen? Nimm den Lebensmittel-Umschlag. Drogerie? Nimm den Drogerie-Umschlag.
Was ist, wenn ein Umschlag am 20. leer ist?
Das hängt von der Kategorie ab:
Lebensmittel: Darf aus anderen Kategorien oder dem Puffer aufgefüllt werden
Drogerie, Benzin, Freizeit: Wenn leer, dann leer. Jetzt heißt es kreativ werden oder durchhalten bis zum
nächsten Monat
Diese Begrenzung klingt hart, ist aber der Kern der Methode. Sie zwingt dich, bewusster auszugeben.
Meine 5 größten Fehler mit der Umschlagmethode (und wie du sie vermeidest)
Nach sechs Jahren kann ich dir sagen: Ich habe so ziemlich jeden Fehler gemacht, den man machen kann. Hier
sind die wichtigsten, damit du sie nicht wiederholen musst.
Fehler 1: Alles verplant, aber den Sparbetrag vergessen
In den ersten Wochen habe ich mein ganzes Geld auf Alltags-Umschläge verteilt. Jeden Euro verplant. Und
dann wunderte ich mich, warum nichts zum Sparen übrig blieb.
Die Lösung: Rücklagen ZUERST. Behandle deine Sparbeträge wie eine Rechnung, die du an dich selbst zahlst,
bevor du irgendwas anderes verteilst.
Fehler 2: Zu viele Kategorien und Sparziele
Ich hatte am Anfang 18 Umschläge. Ja, achtzehn! Für alles eine eigene Kategorie. Das Ergebnis: Totales Chaos.
Ich habe ständig den Überblick verloren und nach drei Monaten frustriert aufgegeben.
Als ich neu gestartet bin, habe ich radikal reduziert. Auf 8 Umschläge. Und erst nach und nach weitere
hinzugefügt.
Die Lösung: Starte mit maximal 6 bis 8 Umschlägen. Wirklich. Weniger ist beim Sparen mit der
Umschlagmethode definitiv mehr.
Fehler 3: Den fancy Produkten hinterherjagen
Ich habe Stunden auf Pinterest verbracht und mir wunderschöne Budget-Binder angeschaut. Habe überlegt, ob
ich mir einen für 80 Euro kaufe. Habe gewartet, bis ich „das perfekte System“ habe.
Das Ergebnis: Verschwendete Zeit. Das System funktioniert mit Briefumschlägen genauso gut wie mit dem
teuersten Designer-Binder.
Die Lösung: Fang einfach an. Mit dem, was du zu Hause hast. Umschläge, Kugelschreiber, fertig. Du kannst
später immer noch upgraden, wenn du merkst, dass es für dich funktioniert.
Fehler 4: Zu streng mit mir selbst
Ich habe mir am Anfang viel zu knappe Beträge gesetzt. Wollte „maximal sparen“. Das Ergebnis: Nach zwei
Wochen hatte ich die Nase voll. Ich fühlte mich eingeschränkt und habe kompensiert durch Online-Shopping
auf Rechnung.
Kennst du das? Du verzichtest, verzichtest, verzichtest – bis du es nicht mehr aushältst und im anderen Extrem
landest? Genau das ist mir passiert.
Die Lösung: Plane realistisch. Lieber 20 Euro mehr im Freizeit-Umschlag und dafür durchhalten, als 50 Euro
„sparen“ und nach drei Wochen frustriert das ganze System über Bord werfen.
Fehler 5: Keine „Mir-selbst-was-Gutes-tun“-Kategorie
Ich dachte, Sparen bedeutet Verzicht. Also habe ich mir nichts gegönnt. Keine Kleinigkeiten. Kein Café. Kein
spontaner Buchkauf. Alles wurde verteufelt.
Das war der direkte Weg in den Online-Shopping-Exzess, den ich oben beschrieben habe.
Die Lösung: Plane bewusst einen „Gönnen-Betrag“ ein. Bei mir sind das 30 bis 50 Euro im Monat im
„Sonstiges/Freizeit“-Umschlag. Geld, das ich ausgeben DARF, ohne schlechtes Gewissen. Für einen
Kinobesuch, ein Buch, einen schönen Cappuccino.
Seitdem ich mir das erlaube, sind die impulsiven Online-Käufe quasi verschwunden. Weil ich nicht mehr das
Gefühl habe, mir nie etwas gönnen zu dürfen.
Was tun, wenn ein Umschlag leer ist? Meine Strategien
Das ist die Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: „Was machst du, wenn ein Umschlag am 20. des Monats
leer ist?“
Meine ehrliche Antwort: Es kommt drauf an.
Lebensmittel-Umschlag leer: Auffüllen erlaubt
Essen ist ein Grundbedürfnis. Wenn mein Lebensmittel-Umschlag wider Erwarten leer ist, fülle ich auf aus dem
Puffer-Umschlag oder notfalls aus dem Notgroschen (den ich dann im nächsten Monat sofort wieder auffülle).
Aber: Das ist mir in sechs Jahren vielleicht 3-4 Mal passiert. Meistens plane ich den Lebensmittel-Umschlag
mittlerweile so gut, dass er reicht.
Drogerie, Benzin, Freizeit leer: Durchhalten
Hier gilt die Regel: Wenn leer, dann leer.
Drogerie-Umschlag leer am 25.? Dann gibt’s die nächsten Tage keine neuen Produkte. Benzin leer? Dann fahre
ich sparsamer, vermeide unwichtige fahrten, bilde Fahrgemeinschaften, gehe zu Fuß oder nehme das Rad. Freizeit leer? Dann wird es ein paar Tage gemütlich zu Hause.
Das klingt hart, ist aber genau der Punkt der Methode: Sie zwingt dich, mit dem auszukommen, was du hast.
Und meistens merkst du: Es geht.
Notgroschen angreifen: Nur im echten Notfall
Mein Notgroschen-Umschlag ist heilig. Den greife ich nur an, wenn wirklich etwas Unvorhergesehenes
passiert: Autoreparatur, kaputter Kühlschrank, unerwartete Zahnarztrechnung.
Nicht für: „Ich will noch was bestellen“ oder „Ich habe Lust auf Essen gehen“. Das sind keine Notfälle.
Und wenn ich den Notgroschen angreife, hat das oberste Priorität im nächsten Monat, ihn wieder aufzufüllen.
Umschlagmethode + EFT: Wie ich emotionale Spar-Blockaden auflöse
Das Praktische an der Umschlagmethode ist das eine. Aber oft hindern uns nicht die Zahlen am Sparen, sondern
unsere Gefühle. Genau deshalb kombiniere ich die Umschlagmethode mit EFT (Emotional Freedom Technique
/ Klopftechnik).
Wann ich beim Sparen klopfe
Ich nutze EFT in drei typischen Situationen:
- Sorgenvolle Gedanken ums Geld
Wenn ich am Monatsanfang meine Umschläge fülle und diese innere Stimme kommt: „Was, wenn es nicht
reicht?“ oder „Was, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert?“ dann klopfe ich. - Zweifel am System
Manchmal kommt dieser Moment, wo ich denke: „Ist das nicht albern mit dem Bargeld? Wäre eine App nicht
einfacher?“ Dann klopfe ich auf diese Zweifel. Meistens merke ich danach: Nein, für mich ist Bargeld genau
richtig. - Das Gönnen-Können/Dürfen
Das ist mein größtes Thema. Wenn ich mir etwas kaufen will aus meinem „Freizeit-Umschlag“ und sofort
dieses schlechte Gewissen kommt („Eigentlich sollte ich das Geld sparen…“), dann klopfe ich darauf.
Ich sage mir beim Klopfen: „Auch wenn ich mir nicht erlauben kann, Geld für Freude auszugeben, akzeptiere
ich mich vollständig.“ Und dann klopfe ich die Punkte durch. Nach ein paar Runden merke ich: Ich DARF mir etwas gönnen. Ich habe diesen Betrag bewusst dafür eingeplant. Es ist okay. - Der unbändige Shopping-Hype
Kennst du das? Du scrollst durch Instagram, siehst ein Produkt und plötzlich MUSST du es haben. Sofort. Jetzt. Online bestellen, auf Rechnung, Hauptsache schnell.
Früher bin ich dem ständig erlegen. Heute klopfe ich, sobald ich dieses Gefühl spüre. Meistens vergeht der Impuls nach 5 bis 10 Minuten. Und ich merke: Ich wollte gar nicht das Produkt. Ich wollte das Gefühl, das ich damit verbinde.
Wie EFT und Umschlagmethode zusammenpassen
Die Umschlagmethode schafft die äußere Struktur. EFT löst die inneren Blockaden. Zusammen sind sie für mich unschlagbar.
Denn du kannst das perfekteste Spar-System haben. Wenn du emotional nicht bereit bist zu sparen, wirst du es
sabotieren. Entweder durch unbewusste Ausgaben, durch „Notfälle“, die plötzlich auftauchen, oder durch
komplettes Aufgeben.
EFT hilft mir, dranzubleiben. Auch wenn es mal schwierig wird.
Für wen funktioniert die Umschlagmethode NICHT?
Ehrlich gesagt fällt mir nur eine Situation ein, wo ich die Umschlagmethode zum Sparen nicht empfehlen
würde:
Wenn du dich mit Bargeld zu Hause nicht sicher fühlst.
Manche Menschen haben Angst vor Einbruch oder Diebstahl. Oder sie haben schlechte Erfahrungen gemacht.
Wenn das auf dich zutrifft, zwing dich nicht zum Bargeld-System.
Es gibt Alternativen:
- Mehrere Tagesgeldkonten für verschiedene Sparziele
- Digitale Umschlagmethode mit Banking-Apps wie „Spaces“ (bei N26 oder anderen Banken)
- Kombiniere: Alltag mit Bargeld, Rücklagen digital
Was ist mit Sicherheit?
Ich werde oft gefragt: „Ist das Geld zu Hause nicht unsicher?“ Meine Antwort: Nichts ist 100% sicher. Wir
haben ja gesehen, dass selbst Bankschließfächer nicht vor allem schützen.
Ich lagere zu Hause nur meinen „Wohlfühlbetrag“ (den ich bewusst nicht nenne). Alles darüber kommt auf ein
Tagesgeldkonto, das nicht mit meinem Girokonto verbunden ist. So habe ich eine doppelte Absicherung.
Bisher (in sechs Jahren) ist mir nie etwas passiert. Aber das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Die größten Vorteile der Umschlagmethode zum Sparen (nach 6 Jahren)
- Sparen wird automatisch
Ich muss mich nicht mehr jeden Monat fragen: „Kann ich diesen Monat was sparen?“ Sparen passiert
automatisch am Monatsanfang, wenn ich meine Rücklagen-Umschläge fülle. Der Rest ist für Ausgaben da –
ohne schlechtes Gewissen. - Finanzielle Sicherheit durch Rücklagen
Früher war jede unerwartete Ausgabe ein Drama. Heute habe ich Geld in meinen Rücklagen-Umschlägen. TÜV
fällig? Kein Problem, dafür gibt’s den Auto-Umschlag. Versicherung bucht ab? Hab ich schon angespart.
Diese Sicherheit ist unbezahlbar. - Unabhängigkeit vom Girokonto-Chaos
Das ist für mich der wichtigste Punkt: Mein Bargeld zu Hause ist komplett unabhängig von dem, was auf
meinem Girokonto passiert.
Konto gehackt? Unerwartete Lastschrift? Irgendein Fehler bei der Bank? Meine Rücklagen sind davon nicht
betroffen. Sie liegen physisch bei mir zu Hause. Niemand kann einfach drankommen.
Das gibt mir eine Ruhe, die ich mit rein digitalem Sparen nie hatte. - Bewussteres Ausgeben
Mit Bargeld gebe ich einfach bewusster aus. Ich sehe, wie viel noch im Umschlag ist. Ich spüre, wenn ich einen
Schein rausnehme. Ich überlege zweimal, ob ich das wirklich brauche.
Das ist kein Verzicht. Das ist Bewusstsein. Und genau das hilft mir, 200 Euro im Monat zu sparen. - Psychologische Trennung: Alltag vs. Rücklagen
Früher war alles ein großer Topf auf dem Girokonto. Heute habe ich eine klare Trennung: Das Geld in den
Alltags-Umschlägen darf ausgegeben werden. Das Geld in den Rücklagen-Umschlägen ist tabu – außer für den
jeweiligen Zweck.
Diese psychologische Trennung macht Sparen so viel einfacher.
Häufige Fragen zur Umschlagmethode zum Sparen
Wie viel sollte ich mindestens sparen?
Es gibt keine feste Regel. Ich empfehle: Fang mit 20-30 Euro für den Notgroschen an. Wenn das klappt, steigere dich. Lieber kleine Beträge, die du durchhältst, als große Pläne, die nach einem Monat scheitern.
Was ist, wenn ich am Monatsende Bargeld übrig habe?
Super! Das zeigt, dass du gut geplant hast. Du hast drei Optionen:
1. Lass es im Umschlag für den nächsten Monat (dann brauchst du weniger nachzufüllen)
2. Packe es in deinen Notgroschen-Umschlag
3. Gönne dir bewusst etwas Schönes davon
Muss ich wirklich alles bar bezahlen?
Nein. Ich zahle nur die Dinge bar, die in meinen Alltags-Umschlägen sind: Lebensmittel, Drogerie, Benzin, Freizeit. Alles andere (Online-Bestellungen, größere Anschaffungen, Daueraufträge) läuft über mein Girokonto.
Die Umschlagmethode ersetzt nicht dein komplettes Finanzleben – sie ergänzt es sinnvoll.
Wie lange dauert es, bis man sich daran gewöhnt?
Bei mir hat es etwa 2-3 Monate gedauert, bis die Umschlagmethode zur Routine wurde. Die ersten Wochen waren ungewohnt. Aber dann merkst du plötzlich: Es fühlt sich normal an. Und du willst nicht mehr zurück zum alten System.
Was, wenn ich mein Budget falsch eingeschätzt habe?
Das ist völlig normal am Anfang! Ich habe die ersten 4-5 Monate ständig nachjustiert. Der Lebensmittel-
Umschlag war zu knapp, der Drogerie-Umschlag zu voll. Nach und nach findest du deine richtigen Beträge.
Sei geduldig mit dir. Das ist ein Lernprozess.
Fazit: Mit der Umschlagmethode sparen verändert deine Beziehung zu Geld
Nach sechs Jahren mit der Umschlagmethode kann ich sagen: Es ist das Beste, was ich für meine Finanzen
getan habe.
Ich spare heute konstant 200 Euro im Monat, weil ich mein Geld so organisiert habe, dass Sparen automatisch
passiert. Die Umschlagmethode hat mir nicht nur geholfen, Rücklagen aufzubauen. Sie hat meine gesamte
Beziehung zu Geld verändert.
Früher: Diffuse Angst, Chaos, das Gefühl, nie genug zu haben.
Heute: Klarheit, Sicherheit, Kontrolle.
Wenn du mit der Umschlagmethode sparen willst, fang klein an:
- Analysiere einen Monat deine Ausgaben
- Lege 3 bis 4 Alltags-Umschläge und 2 bis 3 Rücklagen-Umschläge fest
- Fülle am Monatsanfang ZUERST die Rücklagen
- Zahle im Alltag bar aus den Umschlägen
- Justiere nach 1 bis 2 Monaten nach
Du brauchst keine perfekte Planung. Du brauchst keinen teuren Binder. Du brauchst nur: Einen Anfang.
Und wenn du merkst, dass emotionale Blockaden dich sabotieren – kombiniere die Umschlagmethode mit EFT.
Das hat mir geholfen, dranzubleiben, auch wenn es schwierig wurde.
Dein erster Schritt kann heute sein. Mit drei Briefumschlägen aus der Schublade. Mit 20 Euro, die du zur
Seite legst. Mit der Entscheidung, es einfach mal zu probieren.
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