Geldsorgen sind tückisch. Sie zeigen sich nicht immer/nur in unbezahlten Rechnungen oder einem dicken Dispo. Oft wirkt im Hintergrund eine ständige Anspannung. Ein Gefühl, nie ganz ruhig zu sein, wenn es ums Thema Geld geht.
Vielleicht sagst du dir: „So schlimm ist es ja gar nicht.“ Aber dein Körper und dein Verhalten verraten mehr, als du vermutest. Geldsorgen zeigen sich oft in subtilen Mustern, die dich und dein Nervensystem belasten, lange bevor dein Konto wirklich im Minus landet.
In diesem Artikel erkläre ich dir, woran du Geldsorgen erkennst, wie sie sich auf dein Nervensystem auswirken und was du konkret tun kannst, um Geldsorgen nachhaltig loszuwerden. Mit praktischen Strategien aus meiner 12-jährigen Erfahrung mit der Umschlagmethode und mehr als 10 Jahren EFT-Praxis.
Was sind Geldsorgen eigentlich?
Geldsorgen sind mehr als nur die Sorge ums Geld. Es ist ein chronischer Alarmzustand deines Nervensystems. Dein Körper reagiert auf finanzielle Unsicherheit genauso wie auf eine physische Bedrohung: mit Anspannung, Vermeidung und dem Gefühl, nicht sicher zu sein.
Das Tückische an Geldsorgen: Sie haben manchmal wenig mit der tatsächlichen finanziellen Situation zu tun. Ich kenne Frauen mit sechsstelligen Rücklagen, die nachts wachliegen und rechnen. Und ich kenne Frauen mit knappem Budget, die entspannt mit ihrem Geld umgehen.
Der Unterschied liegt im Nervensystem.
Wenn dein Körper gelernt hat, dass Geld = Gefahr bedeutet, reagierst du automatisch mit Sorge und Anspannung. Diese Prägung entsteht meist in der Kindheit. Aber nicht nur. Sie bilden sich ebenso in Laufe unseres Erwachsenen-Lebens. Zum Beispiel so wie sich bei mir der Satz: „Ich bin zu teuer für meine Studio“ während meiner ersten Selbstständigkeit festgesetzt hat und mich künftig unbewusst begleite hatte.
Vielleicht hast du als Kind auch Sätze gehört wie „Wir können uns das nicht leisten“ oder „Dafür haben wir kein Geld“. Diese Überzeugungen sitzen tief und erzeugen unbewusste Geldsorgen, auch wenn deine aktuelle Situation anders aussieht.
Warum Geldsorgen kein Charakterfehler sind
Ich höre oft: „Ich müsste mich einfach mehr zusammenreißen.“ oder “ „Ich muss einfach mehr sparen.“, „…disziplinierter sein…“ etc.
Aber Geldsorgen sind kein Disziplinproblem. Es ist eine körperliche Stressreaktion. Dein Nervensystem versucht, dich zu schützen. Nur hat es leider veraltete Informationen.
Die gute Nachricht: Du kannst dein Nervensystem neu programmieren. Mit den richtigen Strategien kannst du Geldsorgen loswerden. Nachhaltig und dauerhaft. Dabei spielt mehr Kontrolle nicht die entscheidende Rolle. Vielmehr dein wachsendes Gefühl von Sicherheit.
Das Wichtigste auf einen Blick
Geldsorgen sind eine Reaktion deines Nervensystems auf finanzielle Unsicherheit und nicht unbedingt auf die tatsächliche Kontohöhe.
Die 5 häufigsten Signale:
– Kontovermeidung
– ständiges Grübeln über Geld,
– Schuldgefühle beim Ausgeben
– Überreaktionen bei unerwarteten Kosten
– das Gefühl, ständig funktionieren zu müssen.
Die Lösung liegt nicht darin disziplinierter zu sein, sondern in einer Kombination aus Nervensystem-Regulation (z.B. EFT-Klopftechnik) und praktischer Finanzstruktur (z.B. Umschlagmethode).
So kannst du Geldsorgen dauerhaft loswerden und echte finanzielle Sicherheit aufbauen.
Die 5 häufigsten Signale für Geldsorgen (und was dahintersteckt)
Geldsorgen zeigen sich in typischen Mustern. Wenn du dich in mehreren dieser Punkte wiedererkennst, ist das kein Grund zur Sorge, bloß der erste Schritt zur Veränderung. Denn nur was du erkennst, kannst du auch loswerden.
1. Du vermeidest es, auf dein Konto zu schauen
Der Klassiker. Schon der Gedanke an die Banking-App löst Unbehagen aus. Also lieber morgen, oder übermorgen, oder gar nicht schauen.
Was dahintersteckt: Vermeidung ist ein Schutzmechanismus. Dein Körper versucht, dich vor unangenehmen Gefühlen zu bewahren. Das Problem: Je länger du wegsiehst, desto größer werden die Geldsorgen. Dein Nervensystem bleibt im Alarmzustand, weil es keine Klarheit bekommt.
Ja, ich weiß: hinschauen ist auch schmerzhaft. Aber wie beim Pflaster abziehen: einmal ein kurzer Schmerz und dann ist´s vorbei. Das nicht-hinschauen-wollen verlängert den Schmerz nur.
Ich kenne das übrigens aus eigener Erfahrung. Vor über zehn Jahren, als frischgebackene alleinerziehende Mama, saß ich regelmäßig vorm Online-Banking und traute mich nicht, mich einzuloggen…Vor lauter Angst vor dem was ich zusehen bekäme. Nämlich das ganze Ausmaß meine Versagens: ein tief roter Dispo, Rücklastschriften…You name it.
Diese Vermeidung kostet mich unglaublich viel Energie und löste meine Geldsorgen nicht!
Was wirklich hilft: Schaffe eine sichere Routine. Öffne dein Konto bewusst zu einem festen Zeitpunkt. Zum Beispiel jeden Sontagmorgen bei einer Tasse Kaffee. Nimm drei tiefe Atemzüge, bevor du dich einloggst.
Dein Ziel ist nicht, sofort zu handeln oder alles zu verstehen. Dein Ziel ist, dich sicher zu fühlen, während du hinschaust. Mit der Zeit lernt dein Nervensystem: „Ich bin sicher, auch wenn ich mein Konto sehe.“ So beginnst du, Geldsorgen Schritt für Schritt loszuwerden.
2. Du denkst ständig über Geld nach – ohne etwas zu ändern
Vielleicht liegst du nachts wach und rechnest im Kopf durch. Oder du spielst gedanklich Szenarien ab: „Was, wenn die Waschmaschine kaputtgeht?“ oder „Was, wenn mein Auto den TÜV nicht besteht?“
Was dahintersteckt: Das ist kein „Planen“ mehr, sondern Grübeln. Ein Zeichen, dass dein Nervensystem versucht, Kontrolle zurückzuerlangen. Stattdessen läuft es im Kreis, weil keine Handlung folgt. Dein Gehirn hält das Problem aktiv, ohne es zu lösen. Diese Form von Geldsorgen finde ich besonders erschöpfend. Sie raubt dir den Schlaf, deine innere Ruhe und deine Energie, die du eigentlich zum LÖSEN des „Problems“ bräuchtest.
Ständiges Grübeln verstärkt das Gefühl von Hilflosigkeit. Du denkst viel über Geld nach, aber bewegst dich nicht vorwärts. Die Geldsorgen bleiben, weil sie keine Lösung finden.
Was wirklich hilft: Mach dir eine „Geld-Gedanken-Liste“. Nimm ein Blatt Papier und schreib alles auf, was dich gerade beschäftigt. Alle Sorgen, alle „Was-wäre-wenn“-Szenarien, alle halbfertigen Pläne.
Dann lege die Liste beiseite. Allein das Entladen entlastet dein System spürbar. Dein Gehirn muss die Gedanken nicht mehr „festhalten“, weil sie jetzt außerhalb von dir existieren. Am nächsten Tag schaust du nüchtern drauf und entscheidest: Was davon braucht wirklich eine Handlung?
In meiner Arbeit mit der Umschlagmethode erlebe ich immer wieder, wie viel Ruhe eine klare Struktur schafft. Wenn du weißt, dass 50 Euro im Umschlag „Auto-Rücklagen“ liegen, brauchst du nachts nicht mehr über den TÜV zu grübeln. Die Struktur hilft dir, Geldsorgen loszuwerden, weil dein Nervensystem konkrete Sicherheit bekommt.
3. Du hast ein schlechtes Gewissen, wenn du dir etwas gönnst
Kennst du diesen Moment? Du kaufst dir etwas Kleines – vielleicht einen Kaffee unterwegs, ein neues Buch, einen schönen Schal – und sofort kommen Geldsorgen hoch. „Eigentlich hätte ich das Geld sparen sollen.“ „Eigentlich wollte ich diesen Monat doch nichts kaufen.“…..
Oft stecken tief verwurzelte Glaubenssätze dahinter: „Ich darf mir nichts gönnen“ oder „Freude kostet zu viel“. Diese Überzeugungen entstehen meist in der Kindheit und haben nichts mit deiner heutigen Situation zu tun.
Ich kenne diesen Mechanismus aus eigener Erfahrung: Ich wusste sehr genau, wie Verzichten geht. Ich konnte mich „zusammenreißen“, auf alles Mögliche verzichten – bis zu dem Punkt, wo ich die Nase gestrichen voll hatte. Dann verlor ich mich im anderen Extrem: Ich shoppte online Klamotten, die ich im realen Leben niemals gekauft hätte. Online einkaufen war so schön abstrakt, und ich konnte den Schmerz des Zahlens prima auf andere Monate verteilen. Und du ahnst es schon – der Kreislauf startete wieder von vorne.
Das ist typisch für unterdrückte Bedürfnisse: Irgendwann bricht der Damm. Und dann gibst du nicht bewusst Geld aus, sondern kompensierst den Druck.
Was wirklich hilft: Versuch beim nächsten Einkauf bewusst zu sagen – laut oder innerlich: „Ich darf das. Ich sorge gut für mich, auch durch kleine Freuden.“
So beginnst du, Schuldgefühle in Selbstfürsorge umzuwandeln. Es geht nicht darum, verantwortungslos Geld auszugeben. Es geht darum, dir selbst die Erlaubnis zu geben, dass dein Leben auch jetzt schon lebenswert sein darf.
In meiner Budget-Beratung empfehle ich immer: Plane bewusst eine „Mir-selbst-was-Gutes-tun“-Kategorie ein. Selbst wenn es nur 20 Euro im Monat sind. Wenn du dir erlaubst, bewusst Geld für Freude auszugeben, reduziert das unbewusste emotionale Ausgaben massiv. Und du kannst diese Form von Geldsorgen dauerhaft loswerden.
4. Du reagierst über, wenn unerwartete Kosten auftauchen
Ein Strafzettel, eine Nachzahlung für Strom, eine Zuzahlung beim Zahnarzt. Und plötzlich schießt der Puls hoch, die Gedanken rasen, vielleicht kommen sogar Tränen.
Was dahintersteckt: Diese Reaktion zeigt, dass dein Stresslevel schon vorher erhöht war. Die Rechnung ist nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Du bist nicht „zu sensibel“!!! Dein Körper hat einfach keinen Puffer mehr. Chronische Geldsorgen halten dein Nervensystem im Alarmzustand.
Wenn das System dauerhaft angespannt ist, reicht eine kleine zusätzliche Belastung, um dich komplett aus der Bahn zu werfen.
Was wirklich hilft: Atme tief durch und erinnere dich bewusst: „Ich bin sicher, auch wenn gerade eine Rechnung kommt. Diese Rechnung ist unangenehm, aber sie bedroht nicht meine Existenz.“
Dann plane die Lösung nüchtern, nicht panisch. Wie kannst du die Summe aufbringen? Gibt es eine Ratenzahlung? Kannst du etwas aus deinen Rücklagen nehmen?
So trainierst du dich, dich finanziell resilient zu fühlen – auch wenn nicht alles perfekt läuft. Und langfristig: Baue dir einen Notgroschen auf. Selbst 500 Euro Puffer nehmen den ersten Schrecken bei unerwarteten Kosten. Das ist nicht nur rational schlau, sondern hilft dir massiv, Geldsorgen loszuwerden. Dein Nervensystem kann sich entspannen, wenn es weiß: Es gibt einen Puffer.
Puffer? Was für´n Puffer?
Du denkst: „Bei mir bleibt nichts übrig zum Sparen und einen Puffer aufzubauen“? Genau deshalb habe ich diesen Kurs entwickelt. In 5 Tagen zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deinen ersten Notgroschen aufbaust – auch mit knappem Budget.
Das bekommst du:
- Täglich eine konkrete Aufgabe (max. 15 Minuten)
- Erprobte Strategien aus 12 Jahren Umschlagmethode
- Kein Verzicht, sondern clevere Umschichtung
Kostenloser Email-Kurs: Von 0 auf Notgroschen in 5 Tagen
Du willst endlich deinen Notgroschen aufbauen, weißt aber nicht, wo du anfangen sollst?
Hol dir den 5-Tage-Plan direkt in dein Postfach:
Tägliche konkrete Aufgaben (10-15 Min.) inkl. EFT-Übungen gegen Geldblockaden & kostenloser Notgroschen-Tracker
Starte heute – dein erster Schritt zur finanziellen Sicherheit!
100% kostenlos • Keine Vorkenntnisse nötig • Jederzeit abmeldbar
5. Du hast das Gefühl, immer funktionieren zu müssen
Wenn du dir nie erlaubst, Pause zu machen – weil „ich muss ja das Geld verdienen“ oder „ich kann mir keine Auszeit leisten“ – dann sind das chronische Geldsorgen, die als Dauerdruck wirken.
Was dahintersteckt: Viele Frauen, besonders in meiner Altersgruppe, tragen unbewusst Verantwortung für alles und jeden. Die Kinder, der Partner, die Eltern, der Job. Dazu kommt oft die Angst: „Wenn ich aufhöre, bricht alles zusammen.“
Aber ständige Anspannung kostet Kraft, Konzentration und Lebensfreude. Du funktionierst, aber du lebst nicht mehr wirklich. Und paradoxerweise: Je gestresster du bist, desto schwerer wird es, Geldsorgen loszuwerden. Du triffst einfach schlechtere Entscheidungen.
Was wirklich hilft: Leg für zwei Minuten die Hand aufs Herz und atme bewusst. Sag innerlich: „Ich bin genug. Ich darf mich sicher fühlen, auch ohne alles perfekt zu machen.“
Das beruhigt dein System sofort und schafft Raum für Klarheit. In diesem ruhigeren Zustand kannst du dann fragen: Was brauche ich wirklich gerade? Wo kann ich Verantwortung abgeben? Wie kann ich meine Finanzen so organisieren, dass ich nicht ständig unter Druck stehe?
Diese Fragen kannst du nur beantworten, wenn dein Nervensystem nicht im Dauerstress ist.
Warum Geldsorgen oft ein Nervensystem-Problem sind (nicht ein Geld-Problem)
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt in diesem ganzen Artikel: Geldsorgen sind nicht immer ein reines Geld-Problem. Oft spielen sie sich vor allem in deinem Nervensystem ab.
Natürlich gibt es echte finanzielle Notlagen. Wenn das Geld objektiv nicht reicht, sind das reale Probleme, die reale Lösungen brauchen. Aber ich habe in zehn Jahren mit EFT etwas Faszinierendes beobachtet:
Die Höhe des Kontostands sagt oft wenig darüber aus, wie groß die Geldsorgen sind.
Ich habe Frauen erlebt, die mit überschaubarem Budget entspannt waren. Und ich kenne Frauen mit guten Rücklagen, die trotzdem nachts wachliegen und rechnen. Ich war selbst so eine Frau – mit Geld auf dem Konto, aber ständiger Angst im Bauch.
Der Unterschied liegt darin, wie dein Nervensystem auf Geld reagiert.
Wie dein Nervensystem auf Geld reagiert
Dein autonomes Nervensystem kennt zwei Hauptzustände:
- Sicherheit (Parasympathikus): Du fühlst dich entspannt, kannst klar denken und gute Entscheidungen treffen.
- Gefahr (Sympathikus): Du bist im Kampf-oder-Flucht-Modus, denkst kurzfristig und reagierst impulsiv.
Wenn du Geldsorgen hast, ist dein Nervensystem chronisch im Gefahrenmodus. Selbst wenn objektiv keine Gefahr besteht. Dein Körper interpretiert „wenig Geld“ oder „unerwartete Ausgabe“ als existenzielle Bedrohung.
Das hat reale Konsequenzen:
- Du triffst schlechtere Finanzentscheidungen (weil dein präfrontaler Kortex offline geht)
- Du vermeidest wichtige Themen (Altersvorsorge, Versicherungen, Rücklagen)
- Du fühlst dich überfordert, hilflos und überwältigt
- Dein Körper schüttet dauerhaft Stresshormone aus
- Die Geldsorgen werden stärker statt schwächer
Die Lösung: Dein Nervensystem neu kalibrieren
Die gute Nachricht: Du kannst dein Nervensystem trainieren, auf Geld anders zu reagieren. Affirmationen oder positives Denken unterstützen hier, sind aber nicht die Lösung.Besser fährst du mit konkreten körperorientierten Techniken. So kannst du Geldsorgen wirklich loswerden.
Ich arbeite dabei mit zwei parallelen Ansätzen:
1. Emotionale Regulation (EFT-Klopftechnik): Die Klopfakupressur löst die emotionale Ladung hinter deinen Geldthemen auf. Du klopfst auf Meridianpunkte, während du über deine Geldsorgen sprichst. Das sendet beruhigende Signale an dein limbisches System und baut die körperliche Anspannung ab.
2. Praktische Struktur (Umschlagmethode): Eine klare, überschaubare Finanzstruktur gibt deinem Nervensystem sicht- und fühlbare Sicherheit. Wenn du genau weißt, wo dein Geld ist und wofür es da ist, muss dein Gehirn nicht mehr im Hintergrund grübeln. Das hilft dir massiv, Geldsorgen loszuwerden.
Die Kombination aus beidem ist unschlagbar. Ich löse die emotionalen Blockaden auf UND schaffe gleichzeitig konkrete Sicherheit. So entstehen echte finanzielle Entspannung und die Möglichkeit, Geldsorgen dauerhaft loszuwerden.
Praktische Sofort-Strategien: Geldsorgen loswerden in 5 Schritten
Genug Theorie. Du willst wissen, was du heute noch tun kannst, um Geldsorgen zu reduzieren und langfristig loszuwerden. Hier sind meine bewährtesten Strategien aus über zehn Jahren Praxis:
Strategie 1: Die 3-Atemzüge-Regel
Jedes Mal, wenn Geldsorgen hochkommen – beim Blick aufs Konto, beim Öffnen einer Rechnung, beim Gedanken an die Altersvorsorge – mach bewusst drei tiefe Atemzüge.
So geht’s:
– Atme vier Sekunden ein
– Halte zwei Sekunden
– Atme sechs Sekunden aus
Das aktiviert deinen Vagusnerv und signalisiert deinem Körper: „Ich bin sicher.“ Drei Atemzüge reichen meistens , um dein Nervensystem aus dem Alarmmodus zu holen.
Diese simple Übung hat bei meinen Klientinnen wahre Wunder bewirkt. Eine Frau erzählte mir: „Früher bin ich in Panik verfallen, wenn eine Nachzahlung kam. Jetzt atme ich erst dreimal und dann kann ich klar überlegen, wie ich damit umgehe.“
Strategie 2: Geld-Gedanken-Journal
Nimm dir jeden Abend fünf Minuten. Schreib auf:
– Was hat mich heute finanziell beschäftigt?
– Welche Geldsorgen hatte ich?
– Wie habe ich mich dabei gefühlt?
Das hat zwei Effekte: Erstens entlastest du dein Gehirn (es muss die Gedanken nicht mehr „festhalten“). Zweitens siehst du nach ein paar Wochen Muster. Vielleicht merkst du: „Ich mache mir immer am Monatsende Sorgen“ oder „Meine Angst kommt, wenn ich mit meiner Schwester telefoniere“.
Diese Muster zu erkennen ist der erste Schritt, Geldsorgen gezielt loszuwerden.
Strategie 3: EFT-Klopfen gegen Geldsorgen
Klopfe mit zwei Fingern auf die Handkante (dzwischen Handgelenk und kleinem Finger) und sage dreimal laut:
„Auch wenn ich diese Geldsorgen habe und mich unsicher fühle, akzeptiere ich mich vollständig.“
Dann klopfe sanft nacheinander auf diese Punkte (jeweils 5-7 Mal):
Augenbraue (innen)
Schläfe (außen)
Unter dem Auge
Unter der Nase
Kinn
Schlüsselbein
Unter dem Arm
Kopf (Mitte oben)
Sage an jedem Punkt: „Diese Geldsorgen“ oder „Diese Anspannung“.
Nach einer Runde: Wie fühlst du dich jetzt? Oft merkst du sofort eine Erleichterung. Wiederhole die Runde, bis die Anspannung bei 0-2 auf einer Skala von 0-10 liegt.
Ich nutze EFT seit über zehn Jahren – für mich selbst und in der Arbeit mit Klientinnen. Die Technik ist simpel, aber unglaublich kraftvoll, um Geldsorgen loszuwerden. Du brauchst keine Vorkenntnisse, nur deine Finger und ein paar Minuten Zeit.
Strategie 4: Schaffe konkrete finanzielle Sicherheit
Dein Nervensystem braucht nicht nur emotionale Beruhigung, sondern auch echte Fakten. Ein kleiner Notgroschen – selbst 200 oder 300 Euro – kann helfen, Geldsorgen deutlich zu reduzieren.
Mein 3-Stufen-Plan:
Stufe 1: Lege 50 Euro zurück. Einfach irgendwo, wo du nicht drankommst. Das Gefühl „Ich habe etwas zurückgelegt“ macht schon einen Unterschied.
Stufe 2: Baue 500 Euro auf. Das deckt die meisten unerwarteten Ausgaben (Autoreparatur, kaputter Kühlschrank).
Stufe 3: Arbeite auf drei Monatsgehälter hin. Das ist dein echter Sicherheitspuffer für größere Krisen.
Du musst nicht bei Stufe 3 starten. Jeder kleine Schritt zählt. Und du kannst das mit der Umschlagmethode super umsetzen: Ein Umschlag „Notgroschen“ bekommt jeden Monat einen festen Betrag. Du siehst ihn wachsen – das hilft enorm, Geldsorgen loszuwerden, weil dein Nervensystem sich beruhigt.
In meinem kostenlosen Email-Kurs „Von 0 auf Notgroschen in 5 Tagen“ zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du anfängst. Selbst wenn du denkst, dass bei dir nichts übrig bleibt zum Sparen.
Strategie 5: Rede über Geld (aber richtig)
Geldsorgen werden in der Stille größer. Wenn du alles mit dir selbst ausmachst, wird die Last größer. Such dir eine Vertraute – eine Freundin, eine Schwester, vielleicht eine Therapeutin oder Coachin.
Wichtig: Such dir jemanden, der nicht bewertet. Der nicht sagt „Du musst einfach mehr sparen“ oder „Stell dich nicht so an“. Sondern jemanden, der zuhört und sagt: „Ich verstehe, dass das schwer für dich ist.“
Allein das Aussprechen nimmt Druck raus. Und oft siehst du Lösungen, die dir allein nicht eingefallen wären. So beginnst du, Geldsorgen aktiv anzugehen statt sie nur zu ertragen.
Strategie 6: Die Geld-Dankbarkeitsliste (Fokus verschiebt Realität)
Es gibt ein psychologisches Prinzip: Worauf du dich fokussierst, das wird mehr. Oder genauer: Du nimmst es mehr wahr. Wenn du ständig auf den Mangel schaust, siehst du überall nur Mangel. Wenn du anfängst, auch das vorhandene Gute wahrzunehmen, verschiebt sich deine Wahrnehmung und damit auch dein Gefühl.
Das heißt nicht, dass du dir deine Geldsorgen schönreden sollst. Es heißt: Du gibst deinem Gehirn auch positive finanzielle Ankerpunkte.
So geht’s:
Nimm dir jeden Abend zwei Minuten. Schreib drei Dinge auf, für die du finanziell dankbar bist. Das können ganz kleine Dinge sein:
„Heute hatte ich genug Geld für frisches Gemüse.“
„Meine Heizung funktioniert, ich musste nichts reparieren lassen.“
„Ich konnte mir einen Kaffeegönnen, ohne nachrechnen zu müssen.“
„Meine Waschmaschine läuft noch – das spart Geld.“
„Ich habe heute 5 Euro zur Seite gelegt.“
Warum das funktioniert:
Dein Gehirn ist darauf programmiert, Gefahren zu suchen (Negativitätsbias). Das war evolutionär sinnvoll, führt aber dazu, dass du ständig auf das Fehlende fokussierst. Die Dankbarkeitsliste trainiert dein Gehirn um: Du lernst, auch das Gute wahrzunehmen.
Das löst nicht deine konkreten Geldprobleme. Aber es verändert deine Beziehung zu Geld. Und aus dieser entspannteren Haltung heraus triffst du oft bessere Entscheidungen.
Ich mache das seit Jahren und es hat meine Wahrnehmung komplett verändert. Früher sah ich oft nur, was fehlte. Heute sehe ich auch, was da ist. Und das nimmt den Geldsorgen ihren alles beherrschenden Griff.
Kombinations-Tipp: Schreib die Dankbarkeitsliste direkt nach deinem Geld-Gedanken-Journal (Strategie 2). Erst die Sorgen raus, dann bewusst den Fokus weiten. So hältst du die Balance zwischen ehrlichem Hinschauen und Perspektivwechsel.
Langfristige Veränderung: Wie du Geldsorgen dauerhaft loswirst
Sofort-Strategien sind wichtig. Aber wenn du Geldsorgen wirklich nachhaltig loswerden willst, brauchst du einen ganzheitlichen Ansatz. Das habe ich in zehn Jahren Arbeit mit EFT und zwölf Jahren mit der Umschlagmethode gelernt.
Baustein 1: Finde deine Geldgeschichte
Deine heutigen Geldsorgen haben Wurzeln in deiner Vergangenheit. Vielleicht hast du als Kind erlebt, wie deine Eltern sich um Geld gestritten haben. Oder du hast gehört: „Wir können uns das nicht leisten.“ Oder du hast gelernt: „Über Geld spricht man nicht.“
Diese Prägungen sitzen tief und sie steuern heute noch deine Reaktionen.
Frag dich:
- Was war die Botschaft über Geld in meiner Familie?
- Welchen Satz höre ich innerlich, wenn es ums Geld geht?
- Wann hatte ich zum ersten Mal richtige Geldsorgen?
Diese Fragen sind nicht bequem. Aber sie sind der Schlüssel. Denn was du erkennst, verliert seine Macht über dich. Und du kannst beginnen, diese alten Geldsorgen loszuwerden.
In meiner Arbeit mit EFT klopfen wir oft auf genau diese Kindheitserinnerungen. Nicht um die Vergangenheit zu ändern, sondern um ihre emotionale Ladung aufzulösen. So hören die alten Muster auf, deine Gegenwart zu bestimmen.
Baustein 2: Baue eine Finanzstruktur, die zu DIR passt
Es gibt nicht die eine richtige Art, mit Geld umzugehen. Manche Menschen lieben Excel-Tabellen. Andere brauchen physisches Bargeld. Wieder andere kommen mit Apps gut klar.
Ich arbeite seit zwölf Jahren mit der Umschlagmethode, weil ich das Geld sehen und anfassen muss (und den spielerischen Ansatz mag). Das haptische Erlebnis beruhigt mein Nervensystem. Aber das ist mein Weg. Deiner kann anders aussehen.
Wichtig ist:
- Die Struktur muss einfach sein (nicht perfekt)
- Du musst sie ohne großen Aufwand durchhalten können
- Sie muss dir ein Gefühl von Kontrolle geben (nicht von Einengung)
Wenn deine Finanzstruktur nicht zu deinem Typ passt, wirst du sie nicht durchhalten. Und dann kommen die Geldsorgen zurück.
Baustein 3: Übe finanzielle Selbstfürsorge
Geldsorgen loswerden bedeutet nicht, asketisch zu leben. Im Gegenteil. Es bedeutet, bewusst für dich zu sorgen – auch finanziell.
Finanzielle Selbstfürsorge heißt:
- Dir ohne Schuldgefühle etwas zu gönnen
- Nein zu sagen, wenn jemand Geld von dir will, das du nicht geben kannst
- Rücklagen zu bilden, weil du es dir wert bist
- Dich weiterzubilden (über Finanzen, aber auch über dich selbst)
Das ist keine Selbstsucht. Das ist Verantwortung für dein eigenes Wohlergehen. Und ein wichtiger Schritt, um Geldsorgen dauerhaft loszuwerden.
Baustein 4: Hol dir Unterstützung
Du musst das nicht alles alleine schaffen. Ich habe selbst jahrelang gedacht: „Ich muss das irgendwie hinkriegen.“ Bis ich gemerkt habe: Unterstützung anzunehmen ist keine Schwäche, sondern klug.
Ob das ein Email-Kurs ist, ein Coaching, eine Selbsthilfegruppe oder eine Therapie – such dir, was zu dir passt. Du brauchst nicht jahrelang zu kämpfen. Mit der richtigen Unterstützung kannst du Geldsorgen oft viel schneller loswerden als du denkst.
Geldsorgen vs. Finanzielle Sicherheit: Der entscheidende Unterschied
Viele Menschen verwechseln finanzielle Sicherheit mit viel Geld haben. Aber das stimmt nicht. Ich kenne Frauen mit hohen Einkommen, die trotzdem Geldsorgen haben. Und ich kenne Frauen mit kleinem Budget, die finanziell entspannt sind.
Der Unterschied liegt nicht im Kontostand, sondern im Gefühl.
Finanzielle Sicherheit entsteht, wenn drei Dinge zusammenkommen:
1. Klarheit: Du weißt, wo dein Geld ist und wofür es da ist. Du musst nicht raten oder hoffen – du weißt es.
2. Struktur: Du hast eine einfache, zu dir passende Art, deine Finanzen zu organisieren. Du bist nicht perfekt, aber du hast ein System.
3. Innere Ruhe: Dein Nervensystem ist reguliert. Wenn eine unerwartete Ausgabe kommt, atmest du durch statt zu paniken. Du vertraust dir selbst, dass du damit umgehen kannst.
Wenn diese drei Elemente da sind, kannst du Geldsorgen nachhaltig loswerden – unabhängig vom Kontostand.
Genau diese Kombination ist es, die ich in meiner Arbeit vermittle. Die praktische Struktur (Umschlagmethode, Budget-Planung) UND die emotionale Regulation (EFT, Nervensystem-Arbeit).
Weil beides zusammen gehört. Du kannst das beste Budget der Welt haben – wenn dein Nervensystem in Panik ist, wirst du deine Geldsorgen nicht loswerden. Und du kannst emotional total entspannt sein – wenn du keine Ahnung hast, wo dein Geld hingeht, hilft das auch nicht.
Dein nächster Schritt: Von Geldsorgen zur finanziellen Ruhe
Du hast jetzt fünf klare Signale für Geldsorgen kennengelernt. Du weißt, dass Geldsorgen ein Nervensystem-Problem sind. Und du hast konkrete Strategien, die du heute noch umsetzen kannst, um Geldsorgen loszuwerden.
Was jetzt wichtig ist: Ins Handeln kommen.
Nicht perfekt. Nicht alles auf einmal. Aber ein Schritt. Heute.
Meine Empfehlung:
Wenn du gerade völlig überwältigt bist und nicht weißt, wo du anfangen sollst: Starte mit einem Notgroschen. Selbst kleine Beträge machen einen Unterschied. Das Gefühl „Ich habe etwas zurückgelegt“ ist der erste Schritt, um Geldsorgen loszuwerden, weil dein Nervensystem sich sofort beruhigt.
In meinem kostenlosen 5-Tage-Email-Kurs „Von 0 auf Notgroschen“ zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du anfängst. Selbst, wenn du denkst, bei dir bleibt nichts übrig. Du bekommst jeden Tag eine Email mit einer konkreten Aufgabe. Klein, machbar, ohne Überforderung.
Wenn du bereit bist für mehr Klarheit: Schau dir deine aktuelle Geldsituation ehrlich an. Nicht panisch, sondern mit Neugier. Wo genau entstehen deine Geldsorgen? Ist es das Kontoanschauen? Die Zukunftsangst? Das Gefühl, nie genug zu haben?
Je genauer du dein Thema kennst, desto gezielter kannst du Geldsorgen loswerden.
Wenn du merkst, dass die emotionale Komponente groß ist: Probiere EFT aus. Klopfe eine Woche lang jeden Morgen eine Runde zum Thema Geldsorgen. Du wirst überrascht sein, wie viel sich verschiebt.
Fazit: Geldsorgen sind kein Charakterfehler – und du kannst sie loswerden
Wenn du dich in den fünf Signalen wiedererkannt hast, bedeutet das nicht, dass du „schlecht mit Geld“ bist oder versagt hast. Es heißt nur, dass dein Nervensystem Unterstützung braucht. Emotional und strukturell.
Geldsorgen sind kein Disziplinproblem. Es ist eine körperliche Stressreaktion auf finanzielle Unsicherheit. Oft basierend auf alten Prägungen, die nichts mit deiner heutigen Realität zu tun haben.
Die gute Nachricht: Du kannst dein Nervensystem neu programmieren. Mit den richtigen Werkzeugen – EFT für die emotionale Ebene, klare Finanzstrukturen für die praktische Ebene – kannst du Geldsorgen nachhaltig loswerden.
Ich habe es selbst geschafft. Vor über zehn Jahren begann meine Geld-Reise weil ich selbst nachts wach lag und grübelte. Heute schaue ich entspannt auf mein Konto. Ich nicht plötzlich reich geworden, ich habe „bloß“ mein Nervensystem auf: „Ich bin sicher, auch wenn nicht alles perfekt ist.“ trainiert.
Ich konnte meine Geldsorgen loswerden. Und wenn ich das geschafft habe, schaffst du das auch.
Dein erster Schritt kann heute beginnen. Mit drei tiefen Atemzügen. Mit dem Öffnen deines Kontos. Mit einem kleinen Betrag, den du zur Seite legst. Mit einer Runde EFT-Klopfen.
Es muss nicht groß sein. Es muss nur der erste Schritt sein, um deine Geldsorgen loszuwerden.
Weiter Ressourcen:
Kostenloser Email-Kurs: Von 0 auf Notgroschen in 5 Tagen – Jetzt starten
Weiterlesen: Budget anpassen ohne Verzicht: So funktioniert realistische Budgetplanung
EFT lernen: EFT-Klopftechnik Anleitung: Basics für Geldthemen
Finanzstruktur aufbauen: Umschlagmethode: Der komplette Guide zum Geld sparen

